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Computertomographie (CT)

1) Definition
Bei der Computertomographie, kurz CT, wird mittels Röntgenverfahren der menschliche Körper in Querschnittbildern (Schnittbildverfahren) dargestellt.

2) Prinzip
Der Patient wird bei der CT nicht, wie bei einer konventionellen Röntgenaufnahme, nur aus einer Richtung durchstrahlt, sondern durch eine sich drehende Röntgenröhre komplett aus allen Richtungen schichtweise "abgetastet". Dabei wird er durch die runde Öffnung des Computertomographen automatisch vorgeschoben.

3) Geschichte
3.1) Endeckung
1972 wurde die CT von dem amerikanischen Physiker Allan M. Cormack und dem britischen Ingenieur Godfrey N. Hounsfield entwickelt. Hierfür erhielten Sie im Jahre 1979 den Nobelpreis für Medizin.

3.2) Meilensteine in der CT-Entwicklung
Seit der Einführung wurden CT-Scanner und Software in kurzer Zeit mit großem Fortschritt weiterentwickelt, so dass es sich zu einem der beliebtesten bildgebenden Verfahren in der Medizin entwickelt hat.

4) Anwendung
Zu den zahlreichen Einsatzmöglichkeiten der CT gehören u.a. die Beurteilung von:
  • Schädel: Blutungen, Traumata, Knochenbrüche, Schlaganfall, degenerative Veränderungen, Tumoren
  • Hals: Tumoren, Nasennebenhöhlen, Lymphknoten, Gefäße, Herz, BWS
  • Thorax: Raumforderungen in der Lunge, Schilddrüse, Lymphknoten, Gefäße, Herz, BWS
  • Abdomen: Leber, Pancreas, Gallenwege, Verletzungen im Oberbauch, Tumoren im Gastrointestinaltrakt, Lymphknoten, Entzündungen, LWS, Becken

4.1) Kontrastmittel
Bei vielen Untersuchungen wird zur besseren Abgrenzbarkeit von bestimmten Strukturen (Gefäßen, Darm etc.) zu Beginn der Untersuchung ein jodhaltiges Kontrastmittel in eine Vene gespritzt.

5) Vor- und Nachteile, Komplikationen
  • Vorteile: gute Auflösung, kurze Untersuchungszeit, nicht invasiv, mittlerweile in fast allen Krankenhäusern verfügbar
  • Nachteil: Strahlenbelastung
  • Komplikationen sind nur in Verbindung mit der Kontrastmittelgabe zu erwarten, das bei manchen Personen zu allergischen Reaktionen führen kann. Bei Nierenfunktionsstörungen, Schlddrüsenüberfunktion und Allergien ist Vorsicht angezeigt. Wirklich lebensbedrohliche Komplikationen sind absolute Seltenheiten.